30 Wanderfreunde fanden sich pünktlich am Herbolzheimer Bahnhof ein, wo wir auch schon unsere erste Challenge bestehen mussten, da die Wanderführerin (ich) bei der Begrüßung der Gruppe feststellte, dass sie die Teilnehmerliste zuhause vergessen hatte. Aber eine Lösung war schnell gefunden und alle konnten dank Pia (Polizei, dein Freund und Helfer) Ihre Unterschriften im blauen Polizei-Notizbuch eintragen, damit der Überblick über Anzahl und Personen nicht verloren ging.
Nachdem dann für alle ohne Bahn-Dauerkarte die Gruppentickets gelöst waren, kam auch schon bald der Zug Richtung Freiburg.
Am Freiburger Hauptbahnhof, unserem Treffpunkt 2, waren wir dann durch 4 Bahn-Zusteiger und einen Autofahrer tatsächlich 35 fröhliche Leute, mit denen wir zunächst 1,5 Km durch Freiburgs Innenstadt marschiert sind. Unser Schlussmann Ralf hatte dabei stets ein wachsames Auge am Ende, so dass keiner verloren ging.
Damit unseren Wanderern die Strecke durch die Stadt nicht langweilig wurde, hatte ich das zum Anlass genommen, um auf einige Besonderheiten der Gebäude und Straßen aufmerksam zu machen, an denen man sonst vielleicht einfach so vorbeigelaufen wäre. Es gab also eine kleine Stadtführung zur Wanderung dazu.
Dann hatten wir den ersten Aufstieg zum Schlossberg bis auf die Höhe zum Restaurant Dattler zu bewältigen und dabei kamen einige Mitwanderer doch ganz schön ins Schwitzen. Als ich mitteilte, dass erst 80 von 350 Höhenmetern überwunden waren, bot sich Mechthilde spontan an, den körperlich leichteren Teil der Strecke bis zur Waldkapelle St. Ottilien, also unser geplanter Rückweg, auch als Hinweg zu führen. Mechthilde hat viele Jahre in Freiburg gelebt und kennt sich am Schlossberg aus wie in ihrer Westentasche. So wurde kurzerhand die alternative Leicht-Wanderstrecke ins Leben gerufen, Mechthilde spontan zur Wanderführerin 2 ernannt, und zu siebt machten sie sich dann auf den Weg.
Wir anderen setzten die etwas sportlichere Strecke mit den Steigungen fort und konnten dank der um diese Jahreszeit noch geringen Belaubung der Bäume die gute Sicht ins Tal Richtung Neuburg und Herdern genießen.
Die erste kleine Rast haben wir nach gut 3,5Km an der roten Hütte gemacht.
Frisch gestärkt wurden dann die nächsten Anstiege in Angriff genommen und auf schönen Waldwegen sind wir bis St. Ottilien, der kleinen Waldkapelle und gleichnamigen Waldrestaurant, die nächsten 3,5 Km gewandert, wo wir zeitgleich mit Gruppe 2 wieder zusammengekommen sind. Nach einem großen Hallo wurde von allen das Vesper ausgepackt, welches wir in der Gartenanlage vom Restaurant St. Ottilien genießen durften.
Eine Bewirtung wie vorgesehen konnte leider aufgrund des dieswöchigen Küchen-Brandes im Restaurant nicht durchgeführt werden. Da aber alle vorher informiert worden sind, hat uns auch das selbst mitgebrachte Vesper gut geschmeckt. Vielen Dank auch nochmals an die Restaurantleitung, dass wir die Tische und Stühle benutzen durften.
In kleinen Gruppen besichtigten wir die Kapelle, welche der heiligen Odilia (Ottilie) geweiht ist. Die Kapelle wurde ursprünglich neben einer Quelle, welche radonhaltiges Wasser enthält erbaut. Dieses radonhaltige Wasser soll bei Augenleiden helfen. Daher handelt es sich hier auch um eines der ältesten Wallfahrtsziele Deutschlands.
Gutgelaunt traten wir alle zusammen unseren Rückweg an. Jetzt befanden wir uns auf der anderen Seite des Schlossbergs und hatten bei bestem Wetter größtenteils freie Sicht ins Tal auf die Stadteile Littenweiler, Waldsee und Wiehre. In der Ferne konnte man viele Köpfe sehen: Rehagkopf, Schwarzkopf, Bleichdobelkopf und Kreuzkopf.
Am Kanonenplatz haben wir nochmals die schöne Aussicht und die Sonnenstrahlen genossen und sind dann nach kurzem Abstieg zusammen in den Kastaniengarten Greiffenegg eingekehrt. Sitzplätze waren reichlich vorhanden und ein kühles Bier brachte so manche Kehle zum zischen und Gesicht zum Leuchten.
Die restlichen 60 Höhenmeter gings dann zurück hinunter nach Freiburg bis zum Schwabentor und weiter in der Altstadt. Zum Abschluss sind wir dann spontan mit unseren Tagestickets in die Straßenbahn eingestiegen und 3 Stationen bis zum Bahnhof gefahren.
Am Bahnhof angekommen haben wir festgestellt, dass 3 Personen fehlen. Dank Ralf unserem gewissenhaften Schlussmann ist aber keiner verloren gegangen, denn er hat die fehlenden Personen gewissenhaft zu Fuß ans Ziel geführt.
Hiermit möchte ich also nochmals offiziell unsere Helden des Tages festhalten:
Pia – danke für die organisatorische Unterstützung!
Mechthilde – vielen Dank für Deinen Einsatz als spontane Wanderführerin!
Ralf – ganz großen Dank fürs Aufpassen, gewissenhaft und stets zuverlässig als Schlussmann!
Motto des Tages: Gemeinsam sind wir stark, füreinander und miteinander zum Ziel!
Liebe Grüße sendet Euch allen
Karin


