Kulturwanderung 02.02.2020

Am Sonntag geht’s nach Neuf Brisach zur Festung von Vauban und dem St. Stefan Münster in Breisach. Unter Fachkundiger Führung von Herr Hans-Jürgen Voigt wurde uns die Festungsanlage und die Geschichte zu der Festungsanlage erzählt. Die Bauzeit betrug nur 3 Jahre. Bedenkt man das man zu der damaligen Zeit keinen Bagger und große LKWs` zur Hand hatte, eine erstaunlich kurze Bauzeit. Die Kosten sind dem Bauherrn dem Sonnenkönig nicht zu viel gewesen sollte doch sein neues Reich abgesichert werden. Sein Bauherr und General hatte mehr als 150 Festungen erbaut oder ertüchtigt. Das der Sonnenkönig nicht gerade seinen Bürgern wohl gesonnen war, der heutigen Hygiene fremd ist, zwei Mal Wasser im Jahr am Körper den Seuchen ausgeliefert. Die Bürger seine Leibeigene waren stellt diesen König nicht in ein gutes „Sonnenlicht“. Große Not, Langeweile verbunden mit der Kälte in den Kasernen war die Lebenserwartung der Menschen sehr gering. Diese betrug ca. 25 Jahre. Die Festung war bei der Errichtung uneinnehmbar  erbaut. Acht Ecken versetzt zu weiteren Acht Ecken mit mehr als 3 Meter dicken Wänden sicherten das Objekt. Alles ausgerichtet für das Militär beeindruckte uns alle. Die Festung wurde in das Weltkulturerbe aufgenommen. Unser Wanderbus brachte uns zurück nach Breisach wo Herr Karl Anton Hanagarth auf uns wartete. Auf dem Münsterplatz wurde uns die wechselhafte Geschichte von Breisach der Rheinebene in launiger Sprache erzählt. Anschließend wurde die Geschichte des Münsters erklärt. Über 300 Jahre hatte man daran gebaut. Unterschiedliche Baustile wurden verwendet. Das große Kirchenschiff ist in drei unterschiedliche Formen gebaut. Hinten Richtung Westen die schönen Wandmalereien von Schongauer. Der aus Rotem Sandstein erbaute Lettner trennt das Kirchenvolk von den Klerikern und verhindert den Blick auf den Hochaltar. Der Hochaltar ist aus Lindenholz aus dem Schwarzwald erbaut. Die Holzbaukunst sowie der Lettner wurde im letzten Krieg vorsichtshalber in Sicherheit gebracht so das diese Kunst auch heute noch zu betrachten und bestaunen ist. Außerhalb von Breisach konnten wir nochmal die Rheinauen schauen war doch bevor die Rheinbegradigung Anfang des 1900 Jahrhunderts 3 km breit. Schnacken geplagt und mit sonstigen Seuchen verbunden. Breisach mit seinem Münster liegt auf einer Erhebung aus Vulkan. Dies wird heute noch in dem Wappen zu Breisach dargestellt durch die vier Bollen. Mit einem kleinen Rundgang durch Breisach am Festgelände und Hafen Gebiet wurde in der Gaststätte das erfahrene Wissen kulinarisch abgerundet. Der Wanderführer Christian bedanke sich bei der Ortsgruppe Breisach namentlich Herr Werner Fuchs für seine Unterstützung.

Text: Christian Wacker